Alex Pflegestelle
  Gina Teil 3
 

Ginas Gesundheitszustand nach 2 Monaten:

11.03.2014 Dienstag



Heute auf dem Tag genau, ist es zwei Monate her, wo meiner kleinen Maus, beinahe das Leben genommen wurde.

Unglaublicherweise hat meine süße es geschafft sich in dieser kurzen Zeit wieder ins Leben zurück zu kämpfen.



Sie macht immer noch, man könnte sagen, wöchentliche Fortschritte. So bewegt sie sich im Haus, trotz des Fußbodenbelages nun recht gut.
Alte Rituale werden zum Teil wieder ausgeführt.
So läuft sie abends wieder zur Tür, wenn mein Mann kommt, und schmiegt sich wieder, wie eine Katze, um seine Beine.

Dank des schönen Wetters darf sie uns nun zum Spaziergang begleiten. Laufen geht noch nicht wirklich, aber in der Box unter dem Kinderwagen, lässt sie sich durch die Gegend schieben. (Gott sei Dank, war sie das vom Fahrradkorb ja schon gewohnt).



Gina lebt zurzeit nach dem Lebensmotto "Hauptsache dabei!" Auch beim Training am Wochenende reite sie sich unaufgefordert mit ein und machte das mit, was möglich war. :-) Sie möchte wieder voll dazugehören. Durch ihre selbstsichere Art nehmen auch die anderen Hunde sie ernst. Sie tut so, als sei sie körperlich nicht eingeschränkt.

Sie kann also nach 2 Monaten fast wieder normal Leben. Was sie leider noch nicht kann, ist sich zu kratzen. Ich hoffe, dass auch diese Funktion noch zurückkehren wird.

Mit dem Treppensteigen fängt sie so langsam an. Es gab schon einen unachtsamen Moment wo sie drei Stufen nach oben, sowie nach unten gegangen ist. Das ist aber noch sehr gefährlich und wir versuchen es, zu vermeiden.

Ich habe nun beschlossen, dass sie die Halskrause nur noch in "gefährlichen" Situationen (in dem Sie umschubst werden könnte) tragen muss.

Da zurzeit die Sonne scheint, ist Gina super gut drauf und verbringt mit uns die ganze Zeit draußen im Garten. Sie sieht wieder glücklich aus und scheint ihr Leben wieder zu genießen.


Die Sonne scheint und Gina
hat wieder ein Lächeln im Gesicht!



Marley wollte gern mal wieder mit ihr spielen .

Aber wie?



blöde Halskrause....

    




15.03.2014 Samstag (9 Wochen später)

Und immer wieder höre ich, dass Gina schon eine kleine "Wundertüte" ist......

Wieder gibt es neue Fortschritte, die uns soooo glücklich machen...

Heute Morgen staunte ich nicht schlecht, als meine Gina als Erste wieder vor der Balkontür stand.

Denn um hier hinzugelangen, muss man vorher ca. 6 Stufen hochgegangen sein.

Da sie dann später beim Hundetraining unbedingt alle begrüßen wollte, lief sie ganz alleine alle 6 Stufen blitz schnell runter ....

Auch sah ich gestern wieder einen ersten Versuch zum Kratzen ...
Unsere Physiotherapeutin Nadja meint, dass es mit der Zeit wieder kommen wird. Auf dem Unterwasserlaufband läuft sie nun 15 min.

Dann gab es noch vorgestern eine süße Situation. Wir waren alle im Garten. Ich saß endlich mal wieder im Gartenstuhl und genoss die Sonne, als mir plötzlich jemand seinen Kopf auf meine Beine legte, in der Hoffnung ein Leckerlie aus der Tasche zu bekommen. Tja und ratet mal, wer da auf zwei Beinen bei mir stand......




Dann habe ich mit ihr ein paar Koordinationsübungen gemacht. Und auf der Brücke, dass rauf und runter gehen in der Schrägung geübt.

 Als wir später dann den Garten verlassen wollten, schaute ich mich um, wo denn Gina sei???

Mir blieb fast das Herz stehen, stand die Maus doch ganz alleine auf einmal auf der Brücke! Ich muss dazu sagen, dass die Brücke früher ihr Lieblingsort war, da man von da ja so einen schönen Überblick hat.

Übrigens hat sie nun auch keine Lust mehr, beim Spaziergang in der Kiste zu sitzen. Sie meint sie könne laufen....
Sie kann auch schon laufen, nur leider will sie nicht laufen, sondern schnuppern, schnuppern und schnuppern. Es scheint, als müsste sie 2 Monate schnuppern nachholen. Jetzt weiß ich erst, wie schrecklich es für die Hunde sein muss, die früher spazieren gehen durften und dann irgendwo gefangen gehalten werden, sei es im eigenen Garten.


20.03.2014 Donnerstag

Zwei Monate nach den schrecklichen Vorfall, kann ich nun endlich sagen, "wir haben es geschafft"!




Gina hat ihre Lebensfreude zurückgewonnen und kann nun wieder ein artgerechtes Leben führen und an unseren Leben wieder komplett teilnehmen. Bis auf das Bedürfnis sich zu kratzen zu können, kann sie eigentlich alles wieder.

Sie ist natürlich nicht mehr die "Alte", aber das Entscheidende ist ja, dass sie lebt und man ihr dieses Leben auch zumuten kann.

Wir sind selbstverständlich immer noch in der Hoffnung, dass es noch besser wird, vielleicht ja doch noch irgendwann die "alte" Gina zu sehen ist. Die Physio- und Osteopathie ist noch lange nicht zu Ende!

Man sieht jetzt schon, dass unsere Spaziergänge immer besser werden. Immer länger und immer schneller läuft sie mit. Heute z.B. Ist sie 45 min. mit uns mitgelaufen.

Die Angst so etwas noch einmal zu erleben, ist nun leider mein ständiger Begleiter.
Erholsame Spaziergänge, an denen man seine Seele baumeln ließ, gehörten leider inzwischen der Vergangenheit an. Obwohl ich immer schon sehr vorausschauend spazieren ging, könnte man heute sagen, dass ich unseren Weg abscanne. Die Bilder vom Angriff immer vor Augen, vor allem an den Ort des Geschehens! Es ist natürlich schon besser geworden, aber so etwas kann man nicht vergessen und schon gar nicht, wenn man weiß, dass dort draußen so viele Menschen mit ihren Hunden rumlaufen, die so Rücksichts-und gedankenlos ihren Hund führen.

Immer wieder spielte ich mir die Situation vor Augen ab. Immer wieder taucht die Frage auf, ob ich nicht doch, hätte anders handeln können. Hätte ich meine Hunde besser schützen können? Die Antwort lautet nein! Nur eine Waffe, oder ein Elektroschocker hätte mir geholfen. Für ein Gas spray war es an diesen Tag viel zu windig gewesen.
Früher habe ich eine Bekannte belächelt, die mir mal erzählte, dass ihr erster Hund im Nacken gepackt wurde und daraufhin starb und Sie nun nur noch mit einem Elektroschocker spazieren geht. Heute belächle ich sie nicht mehr! Ich schütze mich nun selbst damit, denn noch einmal wird mir das so nicht passieren!!!

Die besagte Labbi Hündin aus meiner Nachbarschaft, steht jeden Falls immer noch zähnefletschend in der Leine, wenn sie uns sieht.
Ohne Maulkorb wohlbemerkt!!!
Von der Behörde hieß es nur, dass es noch ein laufendes Verfahren ist. Warum es so lange dauert, verstehe ich hier nicht.

Die letzten Wochen waren für uns, sehr nervenaufreibend, traurig und mega zeitaufwendig gewesen. So gut es ging ließ ich euch hier Einblicke gewähren, wie es ist, wenn man zu hören bekommt, dass die Überlebenschance, von jetzt auf gleich, auf einmal nur noch bei unter 5'% liegt und es sogar Menschen gibt, die meinen das man das seinen Hund nicht zumuten darf und ihn erlösen muss. Es aber auch wieder andere gibt, die einen sagen, dass man kämpfen muss. Ein Gefühlschaos, das man kaum in Worte packen kann.
Aber für uns hat sich der Kampf gelohnt!!!

Gina ist einer der wenigen Hunde, die mit unter 5% so eine Diagnose überlebt hat. Über 95 % aller Hunde mit dieser Diagnose sterben!

Niemand der dies schon ein Mal so oder so ähnlich erlebt hat, weiß, wie es sich wirklich anfühlt, seinen heiß geliebten Hund, gelähmt und völlig erschlafft, anzuschauen und nicht mehr zu wissen, was richtig oder falsch ist. Es ist schrecklich mit anzusehen, wie sie im eigenen Körper gefangen ist. Es tut einen so unendlich leid, sie Windeln zu müssen und zu waschen, weil sie im eigenen Urin liegt. Man muss sie ständig rum tragen, damit sie nicht irgendwo abgeschoben allein vor sich hin liegt. Nachts, wacht man von ihren schreien auf, und man muss ihr versuchen zu helfen, damit sie sich entleeren kann. Es bricht einen das Herz, sie in eine Box sperren zu müssen, damit er sich nicht verletzt und das, obwohl sie 10 Jahre lang dort nicht rein musste. 
Es zerrreißt einen das Herz, sie beim Arzt lassen zu müssen, obwohl man doch so einen außergewöhnlich anhänglichen Hund hat, den man niemals zuvor länger als 4 Std. alleine gelassen hat. Zu sehen, wie traurig jeder einzelne Hund aus dem Rudel ist, drei Wochen lang nicht schlafen zu können, weil sie vor Schmerzen schreit und diese ständige Ungewissheit, ob die Versicherung auch wirklich alle Rechnungen zahlen wird, ist einfach nur schrecklich. Am aller Schlimmsten aber war die wochenlange Ungewissheit, ob sie jemals wieder laufen könnte. Sie nach diesem Kampf, Wochenspäter dann doch noch einschläfern zu müssen, war meine größte Horrorvorstellung!  
 
Dieser Beißangriff macht mich unendlich wütend! Denn das alles ist nicht passiert, weil zwei Hunde sich nicht mochten, oder aus einem Spiel heraus, Aggressionen auftraten. Nein, dies ist nur passiert, weil der Labbi aggressiv uns gegen über ist.

Es ist nur passiert, weil die Behörde nichts unternahm und der Besitzer mich nicht ernst nahm. Hätte auch nur einer der beiden auf mich gehört, wäre der Hund an der Leine gewesen und es wäre nichts passiert!!!!

Hier ein paar Videos vom 20.03.2014 neue werden immer wieder hinzu gefügt.





http://youtu.be/481XO6LQF-Q


http://youtu.be/vCZOJmpOnsk

http://youtu.be/7zU5vSiDKeU


http://youtu.be/HyV-iXUkf8s


http://youtu.be/GvAJ9afKPdw

http://youtu.be/fKVfD0YAaGE

    
Wir haben es geschafft und sagen DANKE!

Foto vom 20.03.2014
 


Danke an den netten Vertrauensarzt in der Tierklinik Lademannbogen, der uns die 48-Std. Intensivtherapie vorgeschlagen hatte! Danke an die Ärzte aus der Tierklinik Lüneburg, die Gina nicht aufgeben wollten. Ein großes Danke schön an meine Freundin Eike Martin, die mit so vielen Hausbesuchen, Gina so toll mit ihrer Laserakupunktur geholfen hat. Ein großes Dankeschön auch an Britt Bachmayer Ernst, die so mit uns gekämpft hat. Für all das was du getan hast, danke ich dir soooo sehr! Ohne deine selbstlose tat uns dein Arbeitsgerät, deinen Laser zu geben, die tolle Idee mit dem Blutegel, deine mehrmals wöchentlichen Hausbesuche zur Physiotherapie, wäre Gina sicher niemals so schnell genesen. Danke an Nadja für die Unterwassertherapie und Osteopathie. Danke an Alexandra für die Magnetfeldmatte! Danke an all meine Freunde, die mir ganz viel Kraft und immer wieder Mut gemacht haben. Danke ganz besonders an Sabine, Eike und Hazel, die mir geholfen haben, die richtigen Entscheidungen zu treffen.
Danke an allen, die uns die Daumen gedrückt haben!



http://youtu.be/Nn2b9W_ihno



Ein Jahr später sah ich alles anders -die Realität sah dann doch anders aus, als mein Wunschdenken von früher.....Sie baute unheimlich schnell ab, das Gehen wurde immer schlechter und schlechter, die Knochen verformten sich, ihre Lebensfreude wurde immer weniger bis hin zu dem Tag an den ich alles bereute und mir gewünscht hätte, dass ich zu spät zu TA gekommen wäre.....Es wäre wirklich besser gewesen man hätte sie gleich erlöst.

Man sollte keinen Hund um jeden Preis retten, manchmal ist es eben doch besser, jemanden zu erlösen, so fern der Genesungszustand zu ungewiss ist.





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28.02.2014

 -Happy Birthday Gina! Wir freuen uns das wir ihren 11 Geburtstag heute mit ihr feiern können!

 
Bilder aus besseren Zeiten............................





















   






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28.02.2015

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Happy Birthday Gina zum 12 Geburtstag! 




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28.02.2016

Happy Birthday Gina!

Wir freuen uns heute dass wir mit Gina ihren 13 Geburtstag feiern können.

Zur Feier des Tages gab für Gina "Futterbeuteltraining" Ihre lieblings Beschäftigung! Und natürlich gab es für alle auch jede menge Knochen!










Ein Video gibt es auch noch....
https://www.youtube.com/watch?v=usj1zddxP9U






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28.02.2017

Happy Birthday kleiner Engel!

unsere Gina feiert heute ihren 14 Geburtstag






und dann kam der Tag, an den wir Abschied nehmen mussten................

http://www.alex-pflegestelle.de/Gina-_Ein-kleiner-Engel-im-Himmel.htm










Kommentare zu dieser Seite:
Kommentar von Anne( annettejuerling.de ), 23.12.2015 um 21:44 (UTC):
Immer wieder freue ich mich unsere kleine Gina bei Euch zusehen und das es ihr sogut geht, Dank euerer Hilfe ist sie wieder gesund,wir sind froh und glücklich das Sie damals zu Euch gekommen ist.
glg. Anne

Kommentar von Cody( codys4gingergmail.com ), 03.05.2014 um 16:07 (UTC):
Ich hatte gerade Tränen in den Augen, als ich diese Geschichte gelesen habe. Ich bewundere Gina für ihren Lebenswillen und ihre Halterin für die Kraft, die sie aufbringen musste, um das durchzustehen.
Ich wünsche euch noch viele schöne gemeinsame Jahre!

Kommentar von Sabine( ), 14.04.2014 um 16:49 (UTC):
Liebe Gina,
Deine Familie weiß, wie sehr ich mit Ihnen um Dich gebangt und gleichzeitig gehofft habe..... Aber dass Du es in so kurzer Zeit so weit bringen würdest und dass Du sogar wieder Agility mitmachen kannst - das grenzt für mich an ein großes (!) Wunder! An diesem haben natürlich Deine Mama, Britt und die kleinen ekligen Blutsauger kräftig mitgewirkt.
Ansonsten kann ich mich Michaela's wirklich lieben und herzlichen Worten nur anschließen!
Du bist einfach wunderbar!
Liebe Grüße von Sabine,Michaela, Jenny und Lily

Kommentar von Michaela( ), 12.04.2014 um 22:37 (UTC):
Liebe Gina,
ich habe mir gerade die ganze Geschichte, weinend, durchgelesen. Ich wusste nicht, dass die niederschmetternde Diagnose Querschnittslähmung "lautete". Dann hätte ich ganz sicher gewusst, dass Du´s schaffst, wenn Du es willst, und Du wolltest ja von Anfang an! Vor vielen, vielen Jahren hatte ich eine Katze, die im geöffneten Fenster hängen geblieben und dadurch querschnittsgelähmt war. Die Ärzte meinten damals, dass sie´s schaffen kann, wenn sie selber mithilft und sich nicht aufgibt, und sie hat´s geschafft! Sie konnte nie wieder so hoch und "elegant" springen, aber egal - ihr Leben war wieder lebenswert, und ich hab ihr "Zwischenstationen" gebaut, damit sie keine großen Distanzen überspringen musste!
Ich habe immer fest an Dich geglaubt, aber viel wichtiger war, dass Du fest an Dich geglaubt und Dich nicht aufgegeben hast! Du bist eine ganz tolle kleine Kämpferin, die sich im fortgeschrittenen Alter dieser Herausforderung stellen musste, und es wahrlich bewundernswert gemeistert hat! Meinen Respekt hast Du :-)
Ganz liebe Grüße und weiterhin alles Gute wünscht Dir Michaela, die jeden Deiner Fortschritte hoffnungsvoll mit verfolgt hat :-)



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