Alex Pflegestelle
  Geschichten aus den Tierschutz
 


Wie Pauli ein neues Leben bekam!

Als ich Pauli das erste mal sah, dachte ich nur oh je, der wird es mit den Fotos und seiner Beschreibung sehr schwer haben das Tierheim je verlassen zu können!    

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Als dann Barbara aus den Julia Shelter mich fragte, ob ich es mir vorstellen könnte, ihn in Pflege zu nehmen, schluckte ich....

Denn ich bin fest davon ausgegangen, dass er für eine sehr lange Zeit bei mir bleiben würde.

 

Das ist bei mir eigentlich immer eher schlecht, da ich ja schon ein gr0ßes eigenes Rudel habe. Aber dennoch wollte ich ihn sein Schicksal nicht überlassen und stimmte schließlich zu.

 

Ich habe für Pauli hier echt alles stehen und liegen gelassen und so intensiv wie nie zuvor jeden Tag mit ihn gearbeitet. Unglaublicher Weise, entwickelte sich Pauli so schnell, so toll, dass ich selbst damit nicht gerechnet hatte. Zumal es Menschen gab, die mir nicht gerade Mut machten, in den sie ihn für komplett gestört hielten.

 

Vielleicht waren es aber auch gerade diese Worte, die meinen Ehrgeiz weckten, dass unmögliche, möglich zu machen. Die Arbeit mit ihm machte mir unglaublich viel Spaß! Nun war ich nicht nur die, die immer Ratschläge und Anweisungen gab, hier war ich selbst in meinen können gefragt. Es machte mir unheimlich viel Freude mit ihn zu arbeiten und seine posetive Entwicklung mit erleben zu können.

 

Es ist ein unbeschreibliches  Gefühl, in so traurige Hundeaugen zu schauen und dann wieder Hoffnung drin zu sehen. Jeden Tag mehr, bis soviel Lebensfreude zum Vorschein kommt, dass man es gar nicht glauben kann. 

 

Trotz inzwischen schöner Fotos, gab es für Pauli keine einzige Anfrage. Nur die Familie von Ex Zypernhund Jeronimo jetzt Jolle, drückte Pauli von Anfang an die Daumen und sie waren es schließlich, die ihn dann ein mal live erleben wollten. Sie fand ihn von Anfang an süß, aber süß allein reichte bei Pauli leider nicht. 

 

Sie wollte für Jolle ein Spielpartner, da sie vom Alter und der Optik perfekt zu einander passten,  vereinbarten wir ein Treffen.

 

Ihr könnten es glauben oder nicht, aber es hatte etwas Magisches als Jolle und Pauli aufeinander trafen. Bis zu diesen Zeitpunkt, mochte Pauli eigenlich nur sein Freund Jamal! Zu fremden Hunden war er echt zickig. Und auch Jolle mochte längst nicht jeden.

Aber die beiden mochten sich sofort! Es war, als würden sie sich kennen. Als würden alte Freunde wieder auf einander treffen. Uns beiden stellte sich die Frage, kennen die sich etwa?  Sind sie evtl. sogar Geschwister? Man weiß es nicht! Aber es hatte etwas total magisches!

 

Die erste Hörde war genommen, als er sich nach einer Std. dann auch noch anfassen ließ, war die zweite Hörde genommen. Wie aber würde es mit der Familie klappen, mit den drei Kindern, mit den anderen Hunden, mit den vier Katzen????

 

Uns blieb nichts anderes übrig als es auszuprobieren. Damit er sich ganz auf seine neue Familie einlassen konnte, blieb ich Zuhause, denn glücklicherweise kannte ich sein neues Frauchen sehr gut und konnte ihr ganz und gar vertrauen. Und so machte sich Pauli ein paar Tage später auf die Reise in sein neues Leben. 

 

Es lief alles prima, Katzen waren überhaupt kein Thema, Jolle gab ihn gleich den nötigen halt und so lebte Pauli sich sehr schnell ein. Natürlich lief nicht gleich alles optimal, so war er dort, leider nicht mehr verlässlich stubenrein und nach und nach wollte er, dass alle für ihn wichtigen Ressourcen ihn gehören. Mit gezielten Training konnte seine Familie aber sofort dagegen steuern.

 

Nun sind einige Wochen vergangen, durch weiterhin intensiven Training und einen tollen Hunderudel, hat sich Pauli zu einen fast ganz normalen Hund entwickelt.

 

Das Resultat ist wirklich unglaublich, so läuft er nun wie selbstverständlich beim Spaziergang mit einen Mantel rum. Kann sogar abgeleint werden, weil sein Rückruf super funktioniert.

 

Pauli liebt sein buntes Rudel, was aus vier Katzen, drei Kindern und drei weiteren Hunden besteht.  Seine Familie ist sehr glücklich mit ihm und sagt, dass er eine Bereicherung sei. Wer ihn heute trifft, wird sich kaum vorstellen was für ein Häufchen Elend er noch vor ein paar Monaten war.   

      

 

 

Paulis Geschichte:

Pauli kam vor genau ein Jahr in eine Tötung, die völlig überfüllt war. Die Zustande dort waren unglaublich schlimm.

Man weiß, das dort eigentlich nur 45 Hunde zugelassen waren und 350 Hunde dort untergebracht wurden.

Auf so engen raum ging es für jeden ums nackte überleben. Wie viele Hunde sind vor seinen Augen gestorben? 6 Monate lang, Tag ein Tag aus in der Hölle. 


                  Paulis Video